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Fachwissen
Definitionen und Begriffserklärungen von A - Z
Anschlusstypen VGA,DVI,HDMI,DP
Anschlusstypen für die Übertragung von Video- und Audiosignalen:
- HDMI (High Definition Multimedia Interface): Ein weit verbreiteter digitaler Anschluss für die Übertragung von Bild und Ton. Unterstützt hohe Auflösungen bis 8K und wird häufig in Fernsehern, Monitoren und Spielkonsolen verwendet.
- DisplayPort (DP): Ein leistungsstarker digitaler Anschluss, der besonders in PCs und professionellen Anwendungen genutzt wird. Unterstützt hohe Bildwiederholraten und mehrere Monitore über eine einzige Verbindung.
- DVI (Digital Visual Interface): Ein älterer digitaler Anschluss, der hauptsächlich für Bildübertragung genutzt wird. Es gibt verschiedene Varianten wie DVI-D (digital) und DVI-I (digital + analog).
- VGA (Video Graphics Array): Ein analoger Anschluss, der früher weit verbreitet war, aber heute kaum noch genutzt wird. Er unterstützt niedrigere Auflösungen und ist anfällig für Störungen.
CON-Modul
(Abk. Console) Das Arbeitsplatzmodul (CON-Modul) empfängt die KVM-Informationen für den Arbeitsplatz.
Controllerkarte
Die Controllerkarte übernimmt die zentrale Verwaltung, Überwachung und Steuerung des Systems. Sie koordiniert Abläufe, verarbeitet Daten und gewährleistet einen reibungslosen Betrieb.
CPU-Modul
(Abk. Central Processing Unit); Rechneranschluss-Modul, das die KVM-Signale des Rechners abgreift und an den Matrixswitch leitet.
DHCP
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll, das innerhalb eines TCP/IP-Systems eingesetzt wird. Es weist anfragenden Hosts automatisch IP-Adressen zu und übernimmt die Verwaltung dieser Adressen.
DisplayPort-Splitter
Ein DP-Splitter (DisplayPort-Splitter) ist ein Gerät, das ein DisplayPort-Signal auf mehrere Monitore verteilt. Er ermöglicht es, mehrere Bildschirme an einen einzigen DisplayPort-Ausgang einer Grafikkarte anzuschließen, ohne zusätzliche Grafikkarten zu benötigen. DP-Splitter unterstützen verschiedene Modi, darunter Mirror-Modus (identische Anzeige auf allen Bildschirmen), Extended-Modus (Erweiterung des Desktops auf mehrere Monitore) und Video-Wall-Modus (Zusammenfassung mehrerer Monitore zu einer großen Anzeige).
EDID
Die EDID-Daten (Extended Display Identification Data) eines Monitors übermitteln der Grafikkarte des angeschlossenen Computers wichtige technische Spezifikationen des Displays.
H.264/H.265
H.264 und H.265 sind Videokompressionsstandards, die für die effiziente Speicherung und Übertragung von Videodaten entwickelt wurden.
- H.264 (Advanced Video Coding, AVC) wurde 2003 eingeführt und ist weit verbreitet für Streaming, Blu-ray-Discs und Videoübertragungen. Es bietet eine gute Balance zwischen Qualität und Dateigröße.
- H.265 (High Efficiency Video Coding, HEVC) ist der Nachfolger von H.264 und wurde 2013 entwickelt. Er ermöglicht eine doppelt so effiziente Kompression, wodurch Videos bei gleicher Qualität weniger Speicherplatz benötigen. H.265 ist besonders für 4K- und 8K-Videos geeignet.
HID
HID („Human Interface Device“) ist ein Standard zur Kommunikation zwischen Eingabegeräten und Computern oder anderen elektronischen Geräten. Er umfasst Geräte wie Tastaturen, Mäuse, Joysticks, Gamepads, Trackballs, Touchpads und Touchscreens, die die Interaktion zwischen Mensch und Technik ermöglichen.
Hotkeys
Hotkeys sind Tastenkombinationen zur schnellen Umschaltung zwischen verschiedenen Computern auf einem KVM-Switch oder Extender.
I/O-Karte
Eine I/O-Karte ist eine flexible, modulare Erweiterung mit mehreren Ein- und Ausgabeports, die den Anschluss von Arbeitsplatz- oder Rechner-Modulen über CAT-Kabel oder Lichtwellenleiter ermöglicht.
Kanal-Gruppierung
Die Kanal-Gruppierung erlaubt die Einrichtung von Multi-Monitor-Arbeitsplätzen für Computer mit mehreren Videokanälen. Dabei werden mehrere Kanäle zu einer gemeinsamen Gruppe zusammengefasst und synchronisiert geschaltet.
Kaskadierung
Digitale KVM-Matrixswitches lassen sich durch dreistufige Kaskadierung erweitern, wodurch die Anschlussverfügbarkeit für Computer erhöht wird. Dabei übernimmt das Leader-Gerät sämtliche Steuerungsaufgaben.
KVM
KVM steht für Keyboard, Video, Maus und bezeichnet eine Technologie in der IT-Welt, die es ermöglicht, mehrere Computer oder Server mit einer einzigen Tastatur, einem Monitor und einer Maus zu steuern.
KVM-Extender
Ein KVM-Extender ist ein Gerät, das die Entfernung zwischen einer Tastatur, einem Monitor und einer Maus (KVM-Station) und einem Computer vergrößert. Da herkömmliche PS/2- und USB-Verbindungen nur begrenzte Reichweiten haben, ermöglichen KVM-Extender die Übertragung von Signalen über CATx-Kabel, Glasfaser oder IP-Verbindungen über größere Distanzen. Sie werden häufig in Rechenzentren, Leitstellen und industriellen Anwendungen eingesetzt, um eine flexible und entfernte Steuerung von Computern zu ermöglichen.
KVM-Matrix
Eine KVM-Matrix ist ein Hardwaresystem, das die Funktionen eines KVM-Switches und eines KVM-Extenders kombiniert. Sie ermöglicht es, mehrere Computer von mehreren Arbeitsplätzen aus zentral zu steuern und flexibel zwischen ihnen umzuschalten.
Die KVM-Matrix besteht typischerweise aus:
- Zentralmodul: Verbindet alle angeschlossenen Computer und Arbeitsplätze.
- Rechnermodule (CPU): Schnittstellen für die angeschlossenen Computer.
- Arbeitsplatzmodule (CON): Ermöglichen die Steuerung der Computer von verschiedenen Arbeitsplätzen.
KVM-Matrixsysteme sind besonders nützlich in Rechenzentren, Kontrollräumen und IT-Umgebungen, in denen eine dezentrale Bedienung und Verwaltung erforderlich ist.
KVM-over-IP-Switch
Ein KVM-over-IP-Switch ist ein fortschrittliches Gerät, das es Benutzern ermöglicht, mehrere Computer oder Server über ein IP-Netzwerk aus der Ferne zu steuern. Da eine KVM-over-IP-Matrix dieselben Funktionen bietet, werden die Begriffe häufig synonym verwendet.
KVM-Switch
Ein KVM-Switch (Keyboard, Video, Mouse) ist ein Hardwaregerät, das es ermöglicht, mehrere Computer mit einer einzigen Tastatur, Maus und einem Monitor zu steuern. Durch Umschalten zwischen den angeschlossenen Systemen kann der Benutzer effizient arbeiten, ohne für jeden Computer separate Peripheriegeräte zu benötigen. KVM-Switches sind besonders nützlich in Rechenzentren, Büros oder bei der Verwaltung mehrerer Server.
Mirror Mode
Der Mirror Mode, auch Spiegelmodus genannt, ermöglicht die simultane Anzeige desselben Videoinhalts auf mehreren Ausgabegeräten, wie Monitoren oder Video Walls.
Modbus
Modbus ist ein 1979 von Gould-Modicon entwickeltes Kommunikationsprotokoll, das eine unkomplizierte, zuverlässige und schnelle Datenübertragung zwischen Automatisierungs- und Feldgeräten ermöglicht.
Multicast
Multicast ist eine Netzwerk-Kommunikationsmethode, bei der eine Quelle Daten an mehrere Empfänger gleichzeitig sendet. Dabei wird ein einzelnes Datenpaket an eine spezifische Gruppe von Empfängern übertragen, anstatt es mehrfach für jeden Empfänger einzeln zu versenden. Multicast wird häufig für Anwendungen wie Video-Streaming, Online-Konferenzen oder IP-Telefonie verwendet, da es die Bandbreiten-Effizienz verbessert und die Netzwerklast reduziert.
Rackconsole
Eine RackConsole ist eine platzsparende Lösung für den direkten Zugriff auf Server in einem Rack. Sie kombiniert eine Tastatur, ein Display und eine Maus in einer kompakten Schublade, die in einem Serverrack montiert wird. Dadurch können Administratoren Server effizient verwalten, ohne zusätzliche Peripheriegeräte anschließen zu müssen.
RackConsoles sind besonders nützlich in Rechenzentren und IT-Umgebungen, da sie eine schnelle und direkte Steuerung ermöglichen, ohne auf externe KVM-Switches oder Remote-Zugriffslösungen angewiesen zu sein.
RDP
RDP (Remote Desktop Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll von Microsoft, das den Fernzugriff auf Computer ermöglicht. Es überträgt grafische Bildschirminhalte eines entfernten Rechners und stellt Funktionen wie Tastatur-, Maus-, Audio- und Dateiübertragung bereit. RDP wird häufig für Remote-Arbeit, IT-Support und Serververwaltung genutzt.
Remote-KVM
Remote-KVM ist eine Technologie, die es Nutzern erlaubt, Computer oder Server aus der Ferne zu steuern, als wären sie direkt vor Ort. Die Fernsteuerung erfolgt üblicherweise über ein Netzwerk mit Internetverbindung. KVM-over-IP-Matrixsysteme bieten eine umfassende Lösung für den Remote-KVM-Einsatz.
RTSP
Das Real Time Streaming Protocol (RTSP) ist ein Netzwerksteuerungsprotokoll zur Echtzeitübertragung von Video- und Audiodaten zwischen Server und Client. Es ermöglicht die direkte Wiedergabe von Medieninhalten, ohne dass sie vollständig heruntergeladen werden müssen.
SNMP
Das Simple Network Management Protocol (SNMP) ermöglicht Geräten mit SNMP-Unterstützung die Einrichtung von Automatismen und aktiven Alarmbenachrichtigungen. Spezielle SNMP-Management-Tools bieten Optionen, kritische Systemzustände per E-Mail oder SMS als Alarm zu übermitteln.
Syslog
Syslog (System Logging Protocol) ist ein etabliertes Protokoll zur sicheren und effizienten Übertragung von Logdaten innerhalb eines Netzwerks.
Szenarienschaltung
Die Szenarienschaltung ermöglicht das Speichern von Schaltzuständen einzelner oder mehrerer Arbeitsplätze sowie des gesamten Systems. Die gespeicherten Zustände werden in einem Script innerhalb des Matrixsystems hinterlegt und können über das OSD von berechtigten Arbeitsplätzen abgerufen und ausgeführt werden.
TCP-Verbindung
Eine TCP-Verbindung (Transmission Control Protocol) stellt eine Kommunikationsverbindung zwischen zwei Endpunkten in einem Computernetzwerk her, basierend auf dem TCP-Protokoll. Im Gegensatz zu einer UDP-Verbindung nutzt TCP einen Drei-Wege-Handshake, um eine stabile Verbindung zu etablieren, bevor Daten übertragen werden. Dieser Mechanismus gewährleistet, dass beide Endpunkte bereit sind, Daten zu senden und zu empfangen.
Während der Datenübertragung überwacht TCP kontinuierlich die Verbindung, erkennt Fehler wie verlorene Datenpakete oder Netzwerküberlastungen und korrigiert diese. Zudem sorgt TCP dafür, dass alle Datenpakete in der richtigen Reihenfolge ankommen und fordert bei Bedarf fehlende Pakete an, um eine vollständige und fehlerfreie Übertragung sicherzustellen.
TCP/IP
TCP ist ein robustes Transportprotokoll innerhalb des Internetprotokolls (IP), das eine zuverlässige und geordnete Datenübertragung zwischen Endpunkten gewährleistet.
TLS
TLS (Transport Layer Security) ist ein kryptografisches Protokoll zur sicheren Kommunikation über Computernetzwerke. Es schützt die Privatsphäre und Datenintegrität zwischen Kommunikationspartnern, etwa bei HTTPS-Verbindungen im Internet. Als Nachfolger von SSL (Secure Sockets Layer) bietet TLS optimierte Sicherheitsmechanismen.
Transparentes USB
Transparentes USB-Switching ist eine Technologie, die eine nahtlose und direkte Kommunikation zwischen einem Computer und angeschlossenen USB-Geräten ermöglicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen USB-Switching-Methoden, bei denen eine Umschaltung zwischen Geräten zu Verbindungsabbrüchen oder Erkennungsproblemen führen kann, sorgt transparentes USB-Switching dafür, dass alle angeschlossenen Geräte jederzeit korrekt erkannt und genutzt werden können.
Diese Technik wird häufig in KVM-Switches eingesetzt, um eine unterbrechungsfreie Steuerung von Peripheriegeräten wie Tastaturen und Mäusen zu gewährleisten. Sie ermöglicht eine flüssige Umschaltung zwischen verschiedenen Computern, ohne dass die Geräte neu verbunden oder neu erkannt werden müssen.
UDP-Verbindung
UDP (User Datagram Protocol) ist ein häufig genutztes Kommunikationsprotokoll innerhalb des Internetprotokolls (IP). Im Gegensatz zu TCP (Transmission Control Protocol) arbeitet UDP verbindungslos und ohne garantierte Zustellung. Es ermöglicht Sendern, Datagramme direkt an Empfänger zu übertragen, ohne eine vorherige Verbindung oder Empfangsbestätigung. Da keine Wiederholungen oder Fehlerkorrekturen stattfinden, kann es vorkommen, dass einige Datenpakete verloren gehen oder in falscher Reihenfolge eintreffen.
Unicast
Unicast ist eine Netzwerk-Kommunikationsmethode, bei der eine Quelle Daten gezielt an eine einzelne Zieladresse übermittelt. Das Datenpaket wird direkt an eine spezifische IP-Adresse gesendet und ausschließlich von einem einzelnen Empfängergerät empfangen. Diese Methode wird häufig für direkte und private Kommunikation zwischen zwei Geräten genutzt, etwa beim Abrufen von Webseiten oder beim Versand von E-Mails.
USB
USB (Universal Serial Bus) ist ein standardisiertes Schnittstellenprotokoll zur Datenübertragung und Stromversorgung zwischen elektronischen Geräten. Es ermöglicht den Anschluss von Peripheriegeräten wie Tastaturen, Mäusen, Druckern und Speichermedien an Computer.
USB wurde 1996 eingeführt und hat sich über verschiedene Versionen weiterentwickelt:
- USB 1.0 & 2.0: Frühere Standards mit Datenraten bis zu 480 Mbit/s.
- USB 3.0 & 3.1: Schnellere Übertragungsraten bis zu 10 Gbit/s.
- USB 4.0: Aktueller Standard mit bis zu 40 Gbit/s, basierend auf Thunderbolt 3.
USB-Steckertypen umfassen USB Typ-A, Typ-B, Typ-C und microUSB, wobei USB-C zunehmend zum universellen Standard wird.
VNC
VNC (Virtual Network Computing) ist ein grafisches Desktop-Sharing-System, das das Remote Framebuffer Protocol (RFB) verwendet, um einen entfernten Computer zu steuern. Es überträgt Tastatur- und Maus-Eingaben von einem Gerät auf ein anderes und sendet gleichzeitig die Bildschirmaktualisierungen über das Netzwerk.
VNC ist plattformunabhängig und wird häufig für Fernwartung, technischen Support und den Zugriff auf entfernte Computer genutzt. Es gibt verschiedene Varianten von VNC, die zusätzliche Funktionen bieten, aber im Kern auf dem gleichen Prinzip basieren.